Hanfsamen ist nicht gleich Hanfsamen
Der Begriff Hanfsamen wird für zwei sehr verschiedene Produkte benutzt: Lebensmittel aus Nutzhanf und Cannabissamen für den Anbau. Wer „Hanfsamen kaufen“ sucht, meint oft das eine und findet das andere. Dieser Ratgeber erklärt den Unterschied.
Hanfsamen als Lebensmittel
Hanfsamen aus Drogerie, Supermarkt oder Reformhaus sind Lebensmittel. Sie stammen von Nutzhanf mit sehr niedrigem THC-Gehalt, werden oft geschält oder behandelt und dienen als Zutat für Müsli, Salat oder Joghurt. Sie enthalten Eiweiß und ungesättigte Fettsäuren. Zum Anbau sind sie in der Regel nicht gedacht und keimen häufig nicht.
- Verwendung: Essen, Backen, Öl, Proteinpulver
- Keimfähigkeit: meist nicht vorgesehen oder nicht gegeben
- Einkauf: Supermarkt, Drogerie, Reformhaus, Online-Shops
Cannabissamen für den Anbau
Cannabissamen werden für den Anbau von Pflanzen verkauft. Sie sind auf Keimfähigkeit und Sortenmerkmale ausgelegt: feminisiert, Autoflower oder regulär. Welche Typen es gibt, erklärt der Ratgeber Cannabissamen Typen. Preise vergleichst du im Cannabissamen-Preisvergleich.
Darf ich Hanfsamen aus dem Supermarkt keimen lassen?
Viele probieren es, die Erfolgsquote ist meist gering, weil die Samen für den Verzehr behandelt oder nicht auf Keimung ausgelegt sind. Außerdem gilt für den Anbau von Nutzhanf eine eigene Regelung mit zugelassenen Sorten. Für den privaten Anbau von Cannabis gilt das Cannabisgesetz, siehe Eigenanbau.
Welche Samen sind für Anfänger geeignet?
Einsteiger starten häufig mit Autoflower oder feminisierten Samen: Hanfsamen für Anfänger. Anleitungen findest du unter Cannabis Aufzucht von der Keimung bis zur Ernte.
Wofür Speisehanfsamen taugen
Geschälte Hanfsamen schmecken nussig und passen auf Salat, in Müsli oder Smoothies. Hanfprotein und Hanföl sind weitere Produkte aus der Pflanze. Als Lebensmittel unterliegen sie den üblichen Vorschriften. Achte beim Kauf auf die Angabe zum Verzehr und lagere Samen kühl und trocken.
Nutzhanf und Cannabis: Wo liegt der Unterschied?
Nutzhanf ist eine Sorte der Pflanze Cannabis sativa mit sehr niedrigem THC-Gehalt. Er wird für Fasern, Samen und Öl angebaut. Der Anbau ist an zugelassene Sorten und Anzeigepflichten gebunden und für Privatleute kaum relevant. Cannabissamen für den privaten Eigenanbau sind etwas anderes: Sie führen zu Pflanzen, die unter das Cannabisgesetz fallen.
- Nutzhanf: landwirtschaftlich, sehr niedriger THC-Gehalt, Fasern, Samen, Öl.
- Cannabis im Eigenanbau: privat, bis zu drei Pflanzen, Regeln des Cannabisgesetzes.
Worauf du beim Samenkauf zum Anbau achtest
- Typ wählen: feminisiert, Autoflower oder regulär.
- Preis pro Samen vergleichen statt nur den Packungspreis.
- Breeder prüfen: Samen nach Hersteller vergleichen.
- Lagerung und Haltbarkeit beachten: Cannabissamen lagern.
Wie Cannabissamen keimen
Keimfähige Samen sind frisch und gut gelagert. Sie keimen bei Wärme und Feuchtigkeit meist innerhalb weniger Tage. Methoden und Tipps stehen in Cannabissamen keimen lassen.
Gibt es Cannabissamen im Supermarkt?
Eher nicht. Was dort als Hanfsamen verkauft wird, ist Speisehanf. Cannabissamen zum Anbau gibt es bei spezialisierten Samen-Shops. Eine Übersicht zu Discountern findest du im Ratgeber Cannabissamen bei Netto, Aldi und Lidl.
Video: Cannabissamen, Herstellung, Kosten und Rechtslage
Video von HerbSpot auf YouTube. Externer Inhalt, die Aussagen stammen vom Kanal.
Häufige Fragen
Sind Hanfsamen aus dem Supermarkt legal?
Ja, als Lebensmittel sind sie frei erhältlich. Sie sind kein Ersatz für Cannabissamen zum Anbau.
Machen Hanfsamen high?
Speisehanfsamen enthalten kaum THC und wirken nicht berauschend.
Wo bekomme ich Cannabissamen?
Bei spezialisierten Samen-Shops. Die Preise vergleichst du bei uns: günstige Cannabissamen.
