Das Fundament: Warum die Erde so wichtig ist
Das Substrat ist die Basis für gesundes Pflanzenwachstum — von der Keimung bis zur Ernte. Das richtige Substrat erleichtert die Bewässerung, speichert Nährstoffe optimal und verhindert Über- oder Unterwässerung.
Die 3 wichtigsten Substrat-Typen
1. Erde / Humus-basierte Mischungen
Klassisch und anfängerfreundlich. Gute Cannabis-Erden haben:
- Lockere, luftige Struktur (Perlit-Anteil 20–30%)
- pH-Wert 6.0–7.0
- Gute Wasserhaltekapazität, aber auch gute Drainage
Bewährte Produkte: Biobizz Light Mix, Plagron Grow Mix, Canna Terra Professional.
2. Kokos (Coir / Kokosfaser)
Inert — enthält keine eigenen Nährstoffe. Vorteile:
- Exzellente Belüftung der Wurzeln
- Sehr gute Kontrolle über Düngung
- Schnelleres Wachstum als in Erde
Nachteil: Muss von Beginn an mit Nährstoffen versorgt werden.
3. Hydroponic (Hydroponik)
Pflanzen wachsen direkt in Nährstofflösung ohne Substrat (oder in inertem Medium wie Blähton). Maximale Kontrolle und Wachstumsgeschwindigkeit — aber deutlich mehr Erfahrung nötig. Ideal für Fortgeschrittene.
Perlit: Pflicht in jedem Substrat
Perlit ist vulkanisches Gestein das Wasser speichert und gleichzeitig die Drainage verbessert. Füge 20–30% Perlit zu jeder Erde hinzu — Wurzeln atmen besser, Überwässerung wird verhindert.
pH-Wert: Der unterschätzte Faktor
Der pH-Wert bestimmt, welche Nährstoffe die Pflanze aufnehmen kann:
- Erde: pH 6.0–7.0 (optimal 6.5)
- Kokos: pH 5.8–6.3 (optimal 6.0)
- Hydroponik: pH 5.5–6.0
Falscher pH führt zu Nährstoffmangel — auch wenn genug Dünger vorhanden ist. Ein pH-Meter ist Pflicht.
Topfgröße
- Seedling/Keimling: 0.5–1L
- Vegetationsphase: 3–5L
- Blütephase (Indoor): 10–15L
- Outdoor: 20–50L oder direkter Gartenboden
Kleiner Tipp: Fabric Pots (Gewebetöpfe) verbessern die Wurzelbelüftung erheblich und verhindern "Root Bounding".